Bedruckte Bierbeutel zum Junggesellenabschied

Hallo ihr Lieben,
Trotz kleiner Party nach unserer Standesamtlichen Trauung, ist die Liste der abzuarbeitenden Dinge noch riesig lang. Ich weiß gar nicht, wie das dann erst nächstes Jahr zur kirchlichen Trauung aussehen soll.
Nichtsdestotrotz möchte ich euch eines meiner Do It Yourself’s zeigen, das letzte Woche  beim Junggesellenabschied meines Freundes zum Einsatz kam. Was genau bei den Jungs anstand, wusste ich natürlich aber nicht, aber was mitkam in jedem Fall: Das gute alte Wegbier. Was ich den Jungs mitgeben wollte, war ein Versorgungsbeutel für unterwegs, der Platz für reichlich Wegbier und kleinen Naschereien bot.
Alles was ihr für diese Bastelei braucht ist:

  • Jutebeutel (38 cm x 42 cm)
  • Transferfolie (Transferfolien gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Ich habe welche für hellen Untergrund gekauft, die mit einfachem Tintenstrahldrucker zu bedrucken sind.)
  • Motive

Die Vorderseite
19_05_09 - 1Das wohl zeit- und arbeitsintensivste Motiv war die Vorderseite der Beutel. Hierzu habe ich als Erstes ein Bild am Computer stark bearbeitet. Der Kontrast wurde von mir stark verändert und der Hintergrund verschwand. Auf ein A4-Blatt in schwarz-weiß ausgedruckt, bin ich dann an den nächsten Schritt gegangen. Ich habe den Aquarell-Kasten herausgeholt und mit der Bearbeitung des Portraits begonnen. So leichte Aquarell-Effekte sollten auftreten und schließlich habe ich den Anker hinzu gemalt. Der bedeutet uns sehr fiel, weil er unsere jeweilige Heimat präsentiert und für uns ein wichtiges Symbol in unserer Beziehung ist. Nachdem das Papier gut durchgetrocknet war, habe ich es als Bild wieder eingescannt und erneut im Fotobearbeitungsprogramm bearbeitet. So konnten kleine Fehler verschwinden und das Bild noch etwas mehr bearbeitet werden.

Die Rückseite
Bei der Rückseite ist eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe dazu einige Zeit im Netz nach lustigen Sprüchen gesucht, die gut zu den Bierbeuteln passen. Meine Auswahl möchte ich euch gerne zur Verfügung stellen.

BierKaltStellenIstAuchEineArtVonKochen
BitteNichtSchubsenIchHabBierImBeutel
DasKommtMirNichtInDenBeutel
IchBinNichtsFuerSchwacheNerven
Meine Definition von Glück: Keine Termine und leicht einen sitzen.

Eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass ihr die gesamte Seite nutzt, um einen möglichst großen Druck zu bekommen und wenig Verschnitt zu erzeugen.

Der Ausdruck
Wie schon erwähnt, habe ich nach Transferfolien für einen Tintenstrahldrucker gesucht. Solltet ihr einen Laserdrucker haben, ist die Auswahl dafür aber genau so groß. Wer zum nächsten Copy Shop geht, sollte dort vorher anrufen, ob sie Transferfolien anbieten und wenn nicht, mit welchen Druckern sie arbeiten (In der Regel arbeiten die Shops mit Laserdruckern).
Wichtig ist, dass der Druck spiegelverkehrt gedruckt wird, damit er später richtig herum auf den Stoff gebügelt werden kann. Dafür müsst ihr die Bilder und den Text nicht extra spiegeln. Es reicht bei der Option „Drucken“ auf „Eigenschaften“ zu gehen und beim „Medientyp“ „T-Shirt Transferfolie“ zu wählen. So druckt euer Drucker das Motiv ganz von selbst spie
gelverkehrt.

Das Aufbügeln
Nun beginnt der Teil, der viel Zeit und Geduld verlangt. Zuerst muss das Motiv ausgeschnitten werden. Lasst zum Druck gut 1 oder 2 cm Rand über und schneidet keine Ecken. Mit jeder Ecke erhöht sich das Risiko, dass etwas vom Motiv abreißt beim Abziehen der Folie. Ich habe versucht daher alles rund auszuschneiden. Platziert die Folie möglichst mittig und beginnt dann mit dem Aufbügeln. Das Bügeleisen darf keinerlei Dampf abgeben, daher habe ich diese Funktion meines Dampfbügeleises ausgestellt und die höchste Stufe angestellt, damit es richtig heiß wird. Pro Seite rechnet mit etwa 2 Minuten, die ihr investieren müsst. Das Motiv mit langsam kreisenden Bewegungen gut daraufbügeln und die Ränder nicht vernachlässigen. Die Folie noch nicht abziehen, sondern zuerst die Rückseite des Jutebeutels auf die gleiche Weise bearbeiten. Wenn beide Seiten abgekühlt sind, kann man die Folie vorsichtig abziehen. Sollten nun noch Stellen übrig sein, die nachgearbeitet werden müssen, legt man einfach ein Stück Backpapier auf die Folie und bügelt es nach. Wichtig ist, dass auch auf dem Motiv auf der Rückseite Backpapier liegt, sonst bügelt ihr das Motiv auf dem Bügelbrett fest.

Ich hoffe meine Erfahrungen mit der Transferfolie konnten euch etwas helfen und meine Jutebeutel geben euch eine Idee davon, was ihr für den nächsten Junggesellenabschied vorbereitet.
Liebste Grüße;
Sophie

 

4 Gedanken zu “Bedruckte Bierbeutel zum Junggesellenabschied

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